Erfolge des Verbandes

Meilensteine von 1973 bis heute

BDL – Interessenvertreter der Lohnsteuerhilfevereine und Arbeitnehmer

Seit seiner Gründung am 18.10.1973 vertritt der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine e. V. – BDL tatkräftig sowohl die Interessen der angeschlossenen Lohnsteuerhilfevereine als auch die Interessen deren Mitglieder. Sehen Sie hier die wichtigsten Erfolge im Interesse der Lohnsteuerhilfevereine, an denen der BDL maßgebend mitgewirkt hat:

1973

Der BDL wirkt bereits in seinem Gründungsjahr an der Novellierung des Steuerberatungsgesetzes mit.

1975

Der BDL besteht seine Feuertaufe durch die Interessenvertretung seiner Mitglieder bei der Verankerung der rechtlichen Voraussetzungen für Lohnsteuerhilfevereine im Steuerberatungsgesetz durch das Dritte Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes (3. StBerÄndG). Der Gesetzgeber nimmt die Lohnsteuerhilfevereine in das Steuerberatungsgesetz auf, erkennt sie damit endgültig als steuerliche Beratungsinstitution in Deutschland an und entspricht damit weitgehend den Vorstellungen des BDL.

1989

Das 4. StBerÄndG führt zu einer Erweiterung der Beratungsbefugnis auf Kapital-, Vermietungs- und Renteneinkünfte sowie auf sonstige Einkünfte aus wiederkehrenden Bezügen in vorerst noch engen Grenzen.

1990

Die Übergangsregelung des § 23 Abs.3 Steuerberatungsgesetz im Rahmen des 5. StBerÄndG ermöglicht den Bürgern der neuen Bundesländer den Einstieg in die Tätigkeit als Berater im Lohnsteuerhilfeverein und schafft so zahlreiche Arbeitsplätze. Der BDL begrüßt diese Regelung.

1993

Der BDL setzt sich im Rahmen des 6. StBerÄndG mit Erfolg dafür ein, dass die Betragsgrenze der Beratungsbefugnis der Lohnsteuerhilfevereine bei Kapitaleinkünften erneut erweitert wird und nunmehr 6.100 DM bzw. 12.200 DM im Falle der Zusammenveranlagung beträgt.

1995

Mithilfe des BDL kann im Rahmen des Jahressteuergesetzes 1996 die Einführung einer Kurzveranlagung bzw. die Abgabe von Steuererklärungen nur alle zwei Jahre verhindert werden. Die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen werden nicht – wie ursprünglich vorgesehen – in vollem Umfang abgeschafft, sondern lediglich verträglich reduziert. Die Beratungsbefugnis wird um die Eigenheimzulage und das Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz erweitert.

1997

Unter anderem aufgrund der Aktivitäten des BDL wird ein Gesetzentwurf, der die Beratungsbefugnis der Lohnsteuerhilfevereine durch die Neufassung des § 4 Nr. 11 StBerG erweitern und ihre Beratungstätigkeit auf eine breitere Basis stellen soll, auf den Weg gebracht. Dies führt zum 7. StBerÄndG im Jahre 2000.

1999

Der BDL bringt in Zusammenarbeit mit der Haufe Verlagsgruppe das BDL-Handbuch für Lohnsteuerhilfevereine auf den Markt, ein vollständig neu konzipiertes Werk für die Beratungsstellen der Lohnsteuerhilfevereine. Es verbindet in gelungener Weise großen Praxisbezug mit hohem Qualitätsanspruch. Das Werk liegt mittlerweile als Printausgabe, als DVD und online in der 16. Auflage vor.

2000

Die Lohnsteuerhilfevereine dürfen nunmehr neben der unbeschränkten Befugnis bei Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit auch bei sonstigen Einkünften aus wiederkehrenden Bezügen (z. B. Renten), bei Einkünften aus Unterhaltsleistungen und aus Leistungen nach § 22 Nr. 5 EStG auch bei anderen Überschusseinkünften, das heißt zum Beispiel bei Vermietungseinkünften oder Kapitalerträgen, tätig werden, wenn diese die Einnahmengrenze von insgesamt 18.000 / 36.000 DM nicht überschreiten. Auch die Beratung zur Eigenheimzulage, zu Investitionszulagen nach §§ 3 bis 4 InvZulG 1999 und zum Familienleistungsausgleich im Sinne des EStG ist eingeschlossen.

Die Lohnsteuerhilfevereine dürfen Werbung betreiben. Unter dem Motto „Nur wer bereit ist, sich zu verändern, kann seine Zukunft erfolgreich gestalten“ führt der BDL für seine Mitgliedsvereine erstmals Marketing-Seminare durch.

Der BDL verlegt Sitz und Geschäftsstelle von Bonn nach Berlin, um dort – im Interesse seiner Mitglieder – dem Ort der politischen Entscheidungen nahe zu sein.

2001

Der BDL unterstützt durch vertragliche Vereinbarungen mit Gewerkschaften erstmals unmittelbar die Mitgliedergewinnung der angeschlossenen Vereine.

2006

Nachdem die Schaffung eines öffentlich anerkannten Berufsbildes für Berater in Lohnsteuerhilfevereinen immer wieder gescheitert ist, greift der BDL in Zusammenarbeit mit dem NVL zur Selbsthilfe und gründet den Zertifizierungsverband der Lohnsteuerhilfevereine e. V. (ZVL), für den er regelmäßig zwei Vorstände stellt.

Dem ist im Mai 2006 das Inkrafttreten der DIN 77700 – Dienstleistungen der Lohnsteuerhilfevereine – vorangegangen, welche vom Deutschen Institut für Normung (DIN) unter entscheidender Mitwirkung der beiden Dachverbände der Lohnsteuerhilfevereine entwickelt. Die Berater in Lohnsteuerhilfevereinen können seitdem – beitragsmäßig privilegiert, sobald ihr Verein dem ZVL angehört – in einem geordneten, allgemein anerkannten Verfahren ein Zertifikat erwerben, mit dem ihnen bestätigt wird, dass sie die Dienstleistungen nach den vom Deutschen Institut für Normung aufgestellten Regeln erbringen. Damit wird die Qualität der Dienstleistungen, wie sie von den Beratern der Vereine erbracht werden, von einer neutralen Stelle überprüft und bewertet und – wenn die Anforderungen erfüllt sind – zudem in einem Zertifikat bescheinigt.

2008

Mit dem 8. StBerÄndG sanktioniert der Gesetzgeber – auf Betreiben der Bundesverbände der Lohnsteuerhilfevereine – das Begründen einer Bürogemeinschaft von Steuerberatern und Lohnsteuerhilfevereinen, indem er den § 56 (2) StBerG entsprechend ändert.

Die Einnahmengrenze bei den „übrigen Überschusseinkünften“ wird auf 13.000 / 26.000 Euro nach oben angepasst. Weiterhin wird die Beratungsbefugnis auf andere Einkunftsarten ausgedehnt, wenn diese nach § 3 Nr. 12, 26 und 26a EStG steuerfrei bleiben. Hinzu kommen die Tätigkeiten bei mit Kinderbetreuungskosten sowie mit haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen zusammenhängenden Arbeitgeberaufgaben.

Das Bundesverfassungsgericht erklärt in den neben anderen von einem Mitgliedsverein des BDL (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) geführten Musterverfahren die gesetzliche Neuregelung zur Entfernungspauschale für verfassungswidrig, wie dies der BDL bereits in einer umfassenden Stellungnahme zu der nun für verfassungswidrig erklärten Gesetzesänderung dargestellt hatte.

2009

Der Gesetzgeber ändert die §§ 20 und 23 EStG und hebt die bis 2008 geltende Spekulationsfrist bei der Veräußerung von Aktien und anderen Wertpapieren auf. Durch die Besteuerung dieser Veräußerungsvorgänge als Kapitalerträge drohte in beachtlichem Umfang der Verlust bestehender Mitglieder, weil durch diese Geschäfte die Beratungsbefugnis der Vereine sehr schnell entfallen wäre, auch wenn dabei nur ein geringer oder möglicherweise überhaupt kein Gewinn erzielt worden wäre. Durch die Aktivitäten der beiden Dachverbände wird erreicht, dass es, abweichend von der bis dahin geltenden Regelung in § 4 Nr. 11 StBerG, für die Beratungsbefugnis der Vereine in derartigen Fällen nicht auf die Höhe der erzielten Einnahmen ankommt, sondern auf die Höhe des Gewinns, der bei diesen Transaktionen entstanden ist.

2010

Die Online-Schulungen, die der BDL in Zusammenarbeit mit der Firma pegasus gmbh annähernd monatlich abhält, finden – als Weiterentwicklung zu den bis dahin jährlich für die Mitgliedsvereine durchgeführten Präsenzseminaren – im Jahre 2010 auf einer stark verbreiterten Teilnehmerbasis statt. Somit stellt sich der BDL erneut den Herausforderungen des Onlinezeitalters und erweitert damit auch sein Fortbildungs- und Informationsangebot an die Mitgliedsvereine.

Beim Bundesministerium der Finanzen wird ein ständiger Gesprächskreis zwischen dem BMF und Vertretern des BDL und des NVL eingerichtet, der im Jahr 2010 erstmals zusammentritt.

2011

Mit gleichlautenden Erlassen vom 10.11.2011 reagiert die Finanzverwaltung auf zwei von Mitgliedsvereinen des BDL (Lohnsteuerhilfe Oberland e. V. und Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) erstrittene finanzgerichtliche Urteile (BFH und FG München), welche sich mit der Beitragsgestaltung und Beitragserhebung der Lohnsteuerhilfevereine befassen und eine im Sinne der Vereine zeitgemäße Entwicklung einleiten. Die Aufsichtsbehörden akzeptieren diese Rechtssprechung.

2012

Auf ihrer Jahresversammlung in Berlin berufen die Mitgliedsvereine den langjährigen Vorstandsvorsitzenden des BDL, Steuerberater Werner Lenk, zum Ehrenvorsitzenden.

Die Orga- und Fachbesprechungen, zu denen der BDL seit Jahrzehnten jährlich in erster Linie Vertreter der Finanzverwaltung einlädt, finden in 2012 erstmals an sechs Städten in vier Bundesländern statt.

2013

Im vierzigsten Jahr seines Bestehens – die Mitgliederzahl hat sich von sieben im Gründungsjahr 1973 auf 170 erhöht – bietet der BDL in Zusammenarbeit mit der Firma pegasus gmbh seinen Mitgliedsvereinen erstmals eine telefonische Berater-Hotline an und weitet so sein Fortbildungs- und Informationsangebot an die Mitgliedsvereine noch einmal aus.  Anlässlich des Jubiläums wird eine Festschrift herausgegeben – ein Rückblick auf die Geschichte des BDL mit Einblick in Daten und Fakten, Vorstellung der Vorstände und aktuellen Informationen.

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